Die Blaue Holzbiene

Die Blaue Holzbiene

Xylocapa violacea ist unsere größte heimische Wildbiene und eine eindrucksvolle Erscheinung. Bereits am 17. Februar konnten wir sie an den blühenden Christrosen im Friedhof Leopoldshafen beobachten. Auch beim Spaziergang durch die Blumenstrasse, die für Pflanzenfreunde immer sehr erbaulich ist, kann man diese Solitärbienen entdecken. Am 17. März fanden wir sie an der Wohlriechenden Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima), am 19. Mai wiederum im Friedhof an den gelben Asphodeline lutea, den Junkerlilien. An den blühenden Blauregen Ende April sehen wir sie auch, jedoch lassen sie sich dort nur schwer fotografieren, weil sie wie wild umherfliegen.

Beide Geschlechter überwintern und verpaaren sich im Frühling. Sie leben solitär, bilden keinen Staat wie unsere Honigbienen. Als Nistplatz benötigen sie Totholz, welches nicht morsch sein, sondern noch eine gewisse Härte haben muss. Darin nagen die Weibchen Gänge, in die sie ihre Eier legen, mit einem Nahrungsvorrat aus Nektar und Pollen. Holzbienen sind Kropf- und Beinsammler. Wer sich in seinem Garten eine kleine sonnen beschienene Totholzecke einrichtet kann sich glücklich schätzen, wenn es zu einer Besiedlung kommt. Als ideales Besiedlungsholz hat sich das Treibholz am Alten Hafen Leo erwiesen, welches im Januar und später im März dort angeschwemmt wurde. Unsere Gemeinde hat dankenswerter Weise den schönen Platz wieder aufgeräumt und in harter Arbeit das Holz zerkleinert und entfernt. Eine einigermaßen tragbare Holzscheibe haben wir für den Naturschutz „entwendet“ und in den Garten meiner Eltern gelegt. Am 1. Juni entdeckten wir dann die Besiedelung. Die Vorderseite hat einen Eingang, auf der Rückseite sind es bereits drei Niströhren. Es ist schon erstaunlich, wie ein kleines Insekt es schafft Gänge in hartes Holz zu nagen.

Im Spätsommer schlüpfen schließlich die jungen Bienen, die man an den blühenden Sommer- und Herbstblumen beobachten kann. Diese junge Generation wird überwintern und sucht sich dafür geeignete Hohlräume im Holz, Spalten oder auch in Erdröhren. Die Gründungsgeneration stirbt. Der Kreislauf beginnt im kommenden Jahr erneut, an den ersten warmen Tagen im Februar oder März finden sich die blauschwarzen Brummer wieder ein. Wildbienen benötigen die für sie geeigneten Blumen und ihren spezifischen Nistraum in erreichbarer Nähe. Bieten wir beides schützen wir nicht nur die Blauen Holzbienen.

Beim Hochwasserdamm, beginnend beim Absturzbauwerk gegenüber des Blauen Hauses, finden wir derzeit vormittags am blühenden Mohn diese großen Bienen. Vormittags deshalb, weil beim Mohn die Darbietung des Pollens einer Tagesrhythmik unterliegt. Zwischen 5.30 Uhr und 10.00 Uhr gibt es beim Papaver rhoeas, unserem Klatschmohn Frühstück. Eine einzelne Blüte liefert dabei bis zu 2,6 Millionen Pollenkörner. Wem das zu früh ist und vergeblich nach den Bienen schaut, der kann sich immerhin noch an den schönen Blumen erfreuen.

Ralf Schreck – der mit dem Mohn tanzt

 

Pflanzentaufe in Eggenstein

Pflanzentaufe in Eggenstein

Prominenter Besuch im Gartencenter Heckert in Eggenstein am 26.04.2019. Volker Kugel, unter Gartenfreunden wohl bekannt aus Rundfunk und Fernsehen, gab sich die Ehre zusammen mit Betriebsinhaber Georg Heckert eine neue Sommerblume zu taufen. Nicht irgendeine, sondern ein getesteter Dauerblüher, der sowohl fürs Auge als auch für unsere Insektenwelt von Bedeutung ist. Der Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen e.V. mit seiner Fachgruppe Zierpflanzen hat bereits 2017 diese Bidens oder Zweizahn „Funny Honey“ getestet und als würdig befunden, diese sommerliche Saisonblume zu bewerben und in den Handel zu geben. Mit seinen orange-gelben Blüten ist „Funny Honey“ ein echter Hingucker für Mensch und Biene.

Vertreter des Gartenbauverbandes, Kreisgärtnermeister, Pflanzenschutzamt, Regierungspräsidium, unser Bürgermeister, sowie Vertreter unserer Agenda Gruppe Umwelt waren zugegen, um dieser spannenden Pflanzentaufe beizuwohnen. Volker Kugel, in der Öffentlichkeit bekannt als Direktor des Blühenden Barock Ludwigsburg ist ein anerkannter Fachmann im Bereich Gartenbau. Ihn zu erleben ist eine Freude für jeden Garten- und Naturfreund. In seinen Worten, seiner Authentizität, kommt der heimische Gartenbau voll zu seiner Geltung. Die Pflanzentaufe selbst war schön, aber eigentlich nur Nebensache.

Insektensterben ist im Gartenbau ein Thema, das wurde bei dieser Veranstaltung deutlich. Und unser Gartenbau setzt sich mit der Einführung neuer Zierpflanzen, die tatsächlich Nahrungsquellen für Biene und Co. sind, dafür ein. Es muss nicht alles heimisch sein aber die Blüten sollten für Insekten verwertbaren Pollen und Nektar bieten. Offene Blüten bieten diesen Service, stark gefüllte nicht. Dort sind die Pollen bildenden Staubgefäße zu Blütenblättern umgewandelt. Wenn jetzt aber Lieschen Müller gerne ihre Rosa centifolia, die stark gefüllte Bollerblüten hat, haben möchte, weil sie die von ihrem Karle immer zum Hochzeitstag bekommen hat, dann soll sie diese auch haben dürfen. Sie kann ja dann daneben immer noch ein „Funny Honey“ setzen. Die Mischung macht es. Eins für mich, eins für die Biene. Dann sind doch alle glücklich.

Sehr aufschlussreich an diesem Tag waren auch die Ausführungen des Betriebsinhabers Herrn Heckert zur Pflanzenproduktion und zum Pflanzenschutz, der dort im heimischen Gartencenter mit Nützlingen stattfindet. Ein Thema, welches im Produktionsgartenbau seit vielen Jahren praktiziert wird, dem Laien jedoch oft nicht bekannt ist. Schlupfwespen und Raubmilben gegen Weiße Fliege, Raubwanzen gegen Thripse, Nematoden gegen Trauermücken, usw. Spieler und Gegenspieler halten sich die Waage. Auf Chemie wird verzichtet. Schon Schiller sagte „der intelligente Mensch macht sich die Natur zu seinem Freund“.

Das Thema Insektensterben wird in unserer Gemeinde wahrgenommen. Das zeigt die Anwesenheit unseres Bürgermeisters und das ist sehr wichtig. Für den Umwelt- und Naturschutz war es eine spannende und wichtige Veranstaltung. Auch können wir Wert schätzen, dass die Eggensteiner Gartenbautradition durch unser Gartencenter, welches die letzte Insektentankstelle vor dem Hardtwald ist, so vorbildlich geführt wird. Handwerk mit Tradition, regional und nachvollziehbar.

Ralf Schreck – der bereits zwei „Funny Honey“ in einen Blumenkasten gepflanzt hat

 

Eine Wiese ist eine Wiese, ist eine Wiese

Neues von der Wiese beim alten Rathaus Leopoldshafen

Jetzt im April ist die Hauptfarbe gelb. Unzählige Blüten des Frühlingsfingerkrautes locken kleine und große Wildbienen. Ebenso die viel größeren Blumen des Löwenzahnes. Dazwischen entdeckt man die kleinen blauweißen Blüten des flachen Ehrenpreises und die rosa farbenen des Storchschnabels. Am Hahnenfuß sitzt ein zottiger Bienenkäfer. Wo man ihn sieht, sind auch Wildbienen in der Nähe, denn er parasitiert diese. Und tatsächlich, am Rande der Wiese, beim Übergang zur Gehölzgruppe entdeckt man die Röhren der Frühlingsseidenbienen. Im Freiland lassen sich nur sehr wenige Wildbienenarten eindeutig bestimmen. Bei fast 600 verschiedenen in Deutschland vorkommenden Wildbienen ist das auch nicht verwunderlich. Aber man findet in dieser Wiese zahlreiche und verschiedene Bienen. Kleine, große, dicke, dünne, pelzige, mehrfarbige. Eine Wespenkönigin patrouilliert unstet über die Blüten, bis sich auf eine kleine Raupe stürzt und diese in ihr Nest trägt. Plötzlich erscheint ein Schwalbenschwanz und beginnt mit der Eiablage an einer wilden Möhre. Nachdem wir wieder am Rand der Wiese stehen fliegt eine Elster ein und fängt sich eine Wildbiene, um diese zu verspeisen. Auch die kleine Bachstelze geht dort erfolgreich auf Beutefang. Bestimmt hat sie bereits Küken im Nest, die jetzt eiweißreiche Nahrung benötigen.

Das waren kurze Beobachtungen an drei Tagen im April. Man kann erkennen, dass es eine „funktionierende“ Wiese ist. Blüten bieten Nahrung für verschiedene Insekten und deren Entwicklungsstadien wie Eier und Raupen entwickeln sich am Blattwerk. Die Raupen wiederum oder wenigstens ein Teil davon dient der Aufzucht unserer Gartenvögel. Lebensraum Wiese mitten im Dorf. Es ist ein ausgeglichenes Beziehungsgeflecht. Es ist ein Geben und Nehmen.

Um eine solche Wiese zu erhalten bedarf es einer Mahd im Spätsommer mit anschließendem Abräumen des Mähgutes. Dadurch verhindert man einen Nährstoffeintrag, denn die Artenvielfalt ist umso höher, je magerer der Untergrund ist. Einen Umbruch der bestehenden Wiese, um dort eine Blühmischung anzulegen, würde das bereits bestehende Gefüge nachhaltig zerstören.

Insektenschutz im Dorf. Nutzen wir bestehende Strukturen. Kostenneutral zudem. Und natürlich bedarf es entsprechender Öffentlichkeitsarbeit.

Ralf Schreck – Insektenfreund

Frühling 2019

Das faszinierendste am Frühling ist, dass man das Erwachen der Natur hautnah erleben kann. Täglich blühen neue Stauden, Sträucher und Bäume auf. Der Spitzahorn an der Grundschule Leo lockt mit seinen grünlichen Blüten die Frühlingsseiden Bienen, die gerade in der benachbarten Bodendecker Fläche aus dem Erdquartier entsteigen. Im Friedhof Eggenstein erblühen die großblumigen Magnolien und es sieht so aus, als ob sie dieses Jahr nicht vom Frost dahingerafft werden. Und im Friedhof Leo leuchten die kleinen Krokusbeete um die Wette. Und am seitlichen Eingang des Friedhofs gibt es ein neues buntes Kiesbeet. Natürlich mit dem obligatorischen Vlies darunter.

Besonders schön sind die Kinderzeichnungen an der Straße oberhalb des historischen Waschplatzes, welcher sich ebenfalls frühlingshaft zeigt. Noch kennen unsere Kinder Käfer, Eule und Blume. Die Trauerweiden am Rande des Kleingartengeländes Leo leuchten um die Wette. Alles sieht so frisch und erneuert aus. Unter der Bank beim Spielplatz in der Max-Planck-Straße lugt ein Löwenzahn aus der steinernen Ritze. Eine kleine wilde Schönheit innerhalb unseres Leitbildes Grünpflege.

Im Rahmen dieses Leitbildes wird gerade an den Pflanzflächen im Bereich der Haltestelle Viermorgen (wer aussteigen will, muss Bedarf anmelden) die bodenbedeckende Bepflanzung entfernt und gegen Rasen ausgetauscht. Wer diese Flächen beobachtet bemerkt, dass just zu diesem Zeitpunkt zigtausende Frühlingsseidenbienen dort schwärmen und ihren Nistraum verlieren, bzw. dieser gravierend gestört wird. Laut Bundesnaturschutzgesetz stehen Wildbienen unter besonderem Schutz und dürfen nicht behelligt werden.

Zeitgleich stellen die Ehrenamtlichen der Agenda Gruppe Umwelt ein symbolisches Bienenwohnhäuschen in der Blumenwiese im Bürgerpark auf. Wie passt das zusammen? Es fehlt an Informationen und dem Willen einem Grünpflegekonzept den nötigen ökologischen Kick zu geben. In meiner Freizeit besuche ich mit meinen Insektenbildern die öffentlichen Sitzungen unserer Fraktionen und muss feststellen, dass es ein grundsätzliches Interesse gibt aber keine eigenen Konzepte gegen das Insektensterben. Ausgenommen davon ist unsere Umweltpartei, die als einzige in ihrer Haushaltsrede (veröffentlicht im letzten Amtsblatt) ausführlich auf Umweltthemen einging.

Der Wunsch einer anderen Fraktion nach einem Waldkindergarten geht in die richtige Richtung, denn diese Kinder erleben Natur von Anbeginn und werden später an ihren Eigenheimen mit Sicherheit keine Steinwüsten in ihren Gärten haben. Stimmt es uns nicht nachdenklich, dass freitags unsere Schüler für Klimaschutz demonstrieren? Wann reagieren wir Erwachsenen endlich? Wir brauchen Entscheider, die Straßenbahn und Rad fahren. Nicht im Urlaub, sondern tagtäglich für die Fahrt ins Büro und zum Einkauf. Wer diese Mühen und Strapazen erlebt, kennt die Problematik. Wer mit vollgepackten Satteltaschen bei Regen die Einkäufe erledigt und auf zugeparkten oder fehlenden Radwegen fährt oder an der Haltestelle vergeblich auf die Bahn wartet, weil es nur krankes Personal gibt, der sieht die Welt mit anderen Augen.

Was ist eigentlich ein Leitbild? Laut Wörterbuch ist es ein dem Menschen in seinem Empfinden und Handeln als Vorbild dienendes Ideal. Wenn das Leitbild Grünpflege nur darin besteht Arbeitsaufwand und Kosten zu sparen, dann ist das Thema verfehlt. Es gibt in unserer Gemeinde genügend Flächen, die aus botanischer und faunistischer Sicht hoch interessant sind. Jedoch finden diese Flächen noch viel zu wenig Beachtung.

Unsere Agenda Gruppe Umwelt und die seit kurzem neuformierte Ortsgruppe des BUND Hardt stehen parat und sind willig sich mit Ideen einzubringen. Die wollen aber auch Gehör finden. Das Rüstzeug ist da, wo ist der Acker?

Nachtrag: Unter anderem wurde auch unser Landschaftsgärtner Thomas über die Situation der Wildbienen bei der Haltestelle Viermorgen informiert. Das Schwärmen hatte er bereits bemerkt und bewusst einen seiner umsichtigsten Mitarbeiter dort eingesetzt. Wenn die Arbeiten bald erledigt sind, ist vielleicht doch noch nichts verloren.

Ralf Schreck – der an Viermorgen Bedarf zum Aussteigen anmeldet.

Frühling im Friedhof

Frühling im Friedhof

Zwanzig Grad Wärme Ende Februar ist schon außergewöhnlich. Die Natur erwacht mit einem Paukenschlag. Ja, jetzt ist es schön draußen zu sein. Um die ersten Frühlingsinsekten zu beobachten gehe ich gerne auf unsere Friedhöfe. Fündig wird man an den sogenannten Vorfrühlingsblühern wie Heidekraut, Christrosen, Krokussen, Hyazinthen, Narzissen, Primeln, sofern sie es denn noch gibt. Die Verwüstung unserer Vorgärten hat längst die Friedhofsmauern überschwemmt. Dieser Umstand kann als große Schande bewertet werden.

Aus beruflichen Gründen begehe ich seit über zwanzig Jahren zahlreiche Friedhöfe in unserer Region und muss zur Kenntnis nehmen, dass in vielen Orten diese Verwüstung immer weiter voranschreitet. Dies ist auch ein Versagen von Städten und Gemeinden, die ihren Pflichten gegenüber dem Artenschutz und der Biodiversität nicht nachkommen.  Jede Kommune erstellt für ihre Friedhöfe eine Satzung. Diese ist ein Regelwerk im Sinne des Allgemeinwohls. Dass man solche Ausartungen auf den Friedhöfen zulässt, ist nicht akzeptabel. Friedhöfe sind nicht nur Orte der Erinnerung und Begegnung, sie sind auch unsere grünen Lungen. Oftmals mit wertvollen Strauch-, Hecken- und Baumbeständen.

Dieser Umstand kann als große Chance im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes gesehen werden, wenn man das erkennen, verstehen und dann nutzen möchte. Es braucht Kümmerer und Befürworter von verantwortlicher Seite, nicht nur von außen, von Einzelinitiativen.  Auch wenn es auf unseren beiden heimischen Friedhöfen noch „pflanzlich“ zugeht, sind auch bei uns erste Tendenzen festzustellen.

Zurück zu den Insekten. Diverse Hummelköniginnen sind aus ihrem Überwinterungsquartier gekommen und laben sich am Erika, dem echten Heidekraut. An jedem dieser Zwergsträucher kann man Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und auch die ersten Falter beobachten. Zitronenfalter, Kleiner Fuchs, C-Falter, sogar ein erstes Taubenschwänzchen, ein tagaktiver Nachtfalter, labt sich am süßen Nektar. Es finden sich äußerst interessante Sträucher in unseren Friedhöfen, die durch ihre frühe Blüte einen wertvollen Nahrungsquell darstellen. Selbst nicht heimische Exoten wie Zaubernuss (Hamamelis mollis), Scheinhasel (Corylopsis pauciflora), Wohlriechende Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima) und Duftschneeball (Vibrnum fragrans) sind wertvolle Insektenpflanzen. Durch ihre frühe Blüte und reiche Verfügbarkeit an Pollen und Nektar sind sie Magneten für Blaue Holzbiene, Rote Mauerbiene und viele mehr.

Das schönste Erlebnis in dieser Woche war jedoch ein Trupp Kraniche am Himmel über Wöschbach, die mit ihrem unverkennbaren Rufen den Frühling einleiteten. Erlebbare Natur in unserer Heimat für alle. Kann man haben, wenn man will. Einfach mal raus gehen, beobachten, alles auf sich wirken und sich mitreißen lassen.

Ralf Schreck – Naturfreund

Öffentliches Grün und Insektenschutz

Öffentliches Grün und Insektenschutz

Wer kennt die Wildbienen Kolonie in der Pflanzfläche bei der Unterführung Nordring und Leopoldstraße? Es ist eine unscheinbare Rasenfläche mit Ahornbäumen, die wir eigentlich bewusst gar nicht wahrnehmen. Elf Monate im Jahr wohnen dort im sandigen Untergrund die solitär lebenden Frühlingsseidenbienen, Colletes cunicularius. Im März, bei den ersten wärmeren Temperaturen erscheinen die Bienen Männer und schwärmen in diesem Bereich knapp über der Bodenoberfläche. Das sieht dann aus wie ein großer Bienenschwarm. Sie warten auf die Weibchen, die dann einige Tage später erscheinen. Nach der Paarung werden die Drohnen überflüssig und die Weibchen beginnen mit dem Brutgeschäft. Es werden selbst gegrabene Liniennester angelegt, auch die alten Röhren werden wiederhergerichtet. Die Nestwände werden von verschiedenen Sekreten gebildet, die zu einer Cellophan artigen/seidigen Schicht aushärten. Jede Biene erledigt das alleine, deshalb nennt man das solitäre Lebensweise. Blütenstaub und Nektar werden eingetragen. Sobald eine Zelle bevorratet ist, wird ein Ei gelegt, die Zelle verschlossen und eine weitere angelegt, bis die sandige Röhre belegt ist. Aus dem Ei schlüpft die Larve, die sich vom Pollenvorrat ernährt. Es folgt die Verpuppung, aus der die fertige Biene entsteht, die dann zehn Monate im Boden ruht und im nächsten März ausfliegt. Eine unscheinbare Wiese im öffentlichen Grün entpuppt sich als wertvoller Lebensraum für eine bedrohte Wildbienenart.  Einen solchen Standort sollten wir beachten. Schützen können wir diese Bienen, wenn wir diese Fläche nach der Schwärmzeit mähen und dafür sorgen, dass Futterpflanzen der Frühlingsseidenbienen nicht verschwinden. Das sind heimische Weidenarten, die es in der Umgebung noch gibt. Insektenschutz im öffentlichen Grün, wenn wir diese Standorte mit den Augen der Bienen betrachten. Eigentlich ist das ein vorbildlicher Lebensraum im öffentlichen Grün und macht Natur für uns erlebbar. Könnte man nachahmen, denn diese Bienen besiedeln auch unsere Gärten, wenn wir das zulassen.

Ralf Schreck für die Agenda Gruppe Umwelt

 

Colletes cunicularius ist eine der wenigen Wildbienenarten, die wir im Freiland zuverlässig bestimmen können. Sie ist relativ groß und eine der ersten Wildbienen, die im Frühling erscheinen. Damit Wildbienen existieren können bedarf es ein Umfeld, in welchem sie siedeln und in dem sie in ausreichender Entfernung auch ihre Nahrungsquellen finden. Unsere Frühlingsseidenbienen benötigen zum Nisten sandigen Untergrund. Zur Nahrungsgewinnung werden sechs Pflanzenfamilien beflogen, mit einer Bevorzugung von Weiden. Nistplatz und Nahrungsraum, wie Weichholzauen, Weidengebüsche, Ahornalleen und Obstwiesen, können räumlich weit auseinander liegen. All dies gibt es bei uns. Denken wir an die Streuobstbäume am Hammenweg und das dahinter gelegene Weidengebüsch. Fördern können wir diese unter besonderem Schutz stehende Wildbienenart, indem wir deren Nistplätze achten und unseren Streuobstbäumen wenigstens eine Minimalpflege gönnen. Die Unterführung wurde 1974 gebaut zur sicheren Unterquerung der Landstraße. Das Foto stammt von Karl Ueberle. Beiläufig entstand ein Siedlungsraum für die Wildbienen, den wir schätzen sollten.

Die Jäger Wiese in Leopoldshafen

Die Jäger Wiese in Leopoldshafen

Versteckt im Wald, abseits von Wegen liegt sie, die Jäger Wiese. Angelegt von unseren heimischen Jägern. Ist es jetzt ein Wildacker, also eine „temporäre“ Äsungsfläche, auf der in regelmäßigen Abständen der Boden neu bearbeitet wird (Pflug, Egge, Fräse, Grubber) oder ist es eine Daueräsungsfläche in Form einer Wildwiese? Den dort vorkommenden Insekten, Reptilien, Vögeln und anderen Tieren ist das egal. Alle finden sie dort ihre Nische. Seit mehreren Jahren beobachten wir diese Flächen. Dazu gehören auch die angrenzenden Schneisen, die nebenbei noch großartige Orchideen Standorte sind.

Das Anlegen und Pflegen von Wildäckern und Wildwiesen gehört zur jägerlichen Hege. Hege? Klingt doch komisch? Ist aber spannend. Hege kommt von Hag, das bedeutet Umgrenzung der Fluren mit Hecken. Die frühen bäuerlichen Kulturlandschaften waren geprägt von einem Mosaik aus kleinparzelligen Feldern. Dieser Umstand bot eine heute fast unvorstellbare Mannigfaltigkeit an Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. Je stärker die Landwirtschaft industrialisiert und in die Hände der Flurbereiniger geriet, je mehr Naturlandschaft zur Kulturlandschaft wurde, desto nötiger wurde die Hege. Die Verordnung zur Umgrenzung der Fluren wurde bereits im 18. Jahrhundert erlassen.

Hege ist Naturschutz, Jäger sind Naturschützer. Oder dachte man damals nur an Lebensraum für die kapitalen Hirsche und Rehböcke mit schönen Trophäen? Jagd gehört zu unserer Kultur ebenso die Landwirtschaft. Beide sind einem stetigen Wandel unterworfen, müssen sich veränderten Rahmenbedingungen anpassen. Wer bestimmt die Rahmenbedingungen? Wer legt die Richtung fest?

Es kommt mir so vor, als ob die Hege, der Naturschutz immer hinterherhinkt und sich an die Gegebenheiten anpassen muss. Es sind nicht nur die großen und einheitlichen landwirtschaftlichen Flächen, es sind auch Flächenverluste durch die Erschließung neuer Wohngebiete und Erweiterungen von Gewerbeflächen. Natürlich gibt es einen Ausgleich, jedoch nie in der Schaffung neuer Flächen, weil es diese nicht gibt.

Hege ist mehr als Wildäcker und Wildwiesen. Zur Hege gehören auch Waldrandpflege, Heckenpflanzungen, Anbringen von Verbissschutz an jungen Bäumen und vieles mehr. Auf diesen Wiesen und Schneisen, gerade weil sie abgelegen sind, findet das Wild Ruhe. Diese Standorte sind Rückzugsgebiet und Kinderstube für Wildtiere. Durch die Abgelegenheit kommen dort auch keine Hundefreunde hin. Das bedeutet, dass das gewonnene Heu bedenkenlos (Hundehaufen frei) verfüttert werden kann.

Auf den Wiesen und Schneisen blühen viele heimische Kräuter. Auffällig werden diese Flächen, wenn der Echte Dost blüht. Dann kann man zahlreiche Schmetterlinge an den Blüten beobachten. Im Gras hüpfen die unterschiedlichsten Heuschrecken hin und her, die sich in Acht vor Spinnen und Vögeln nehmen müssen. Es ist ein beachtenswerter Lebensraum, der durch ein abgestimmtes Pflegemanagement aufgewertet werden kann. Hingehen und schauen, beurteilen und Zeitpunkt festlegen. Vollblüteflächen aussparen, Rest mähen. Nicht so wie man es am Streifen zwischen unseren beiden historischen Waschplätzen gemacht hat. Auf der gesamten Fläche wurden die in Vollblüte stehenden Wegwarten gemäht. Eigentlich ohne Not, denn dort gibt es keinen Spazierweg. Hätte man auch noch in 14 Tagen erledigen können und die seltenen Hosenbienen hätten dort noch ihr Auskommen.

Grünpflege ist wichtig und erfordert Verantwortung. Man kann immer so oder so entscheiden aber ich würde ökologischen Aspekten doch eine gewisse Bedeutung beimessen. Und das ist doch auch eine Form der Hege? Die Jäger machen es uns seit dem 18. Jahrhundert vor und setzen sich für Biodiversität ein, ohne es an die große Glocke zu hängen.

Ralf Schreck – Hege Freund

 

 

 

Die Wiese unterhalb des Friedhofes Leopoldshafen

Die Wegwarten Wiese unterhalb des Friedhofs Leopoldshafen

Dasypoda hirtipes liebt Wegwarten. Die Braunbürstige Hosenbiene ist eine Spezialistin in Bezug auf ihr Nistverhalten, als auch in Bezug auf den von ihr bevorzugten Pollen. Für die Aufzucht ihrer Nachkommen benötigt sie Pflanzenarten der Gattung Korbblütler (Asteraceen), sowie einen sandigen Boden zum Anlegen ihrer Nester. Beide Faktoren haben wir in Leo. Die kleine Wiese unterhalb des Friedhofes ist ein schöner Wegwarten Standort. Die nähere Umgebung mit sandigen Hängen bietet ideale Nistmöglichkeiten.

Wildbienen sind für Ungeübte schwer zu bestimmen, die Hosenbienen kann man allerdings an den blühenden Wegwarten gut ansprechen. Wegwarten öffnen ihre Blüten am frühen Morgen und sind am Mittag bereits wieder geschlossen. Auf diese Eigenheit haben sich die Hosenbienen eingestellt, denn sie haben große Beinbürsten, an denen sie den geernteten Pollen transportieren. Das hat den Vorteil, dass sie innerhalb der zur Verfügung stehenden Sammelzeit genügend Pollen und Nektar eintragen und der Energieeinsatz für Transportflüge überschaubar bleibt.

Selten sind diese auffälligen Wildbienen, denn passende Nistplätze und Nahrungsquellen dürfen nicht zu weit auseinander liegen. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir beide Faktoren haben. Auch bei unseren historischen Waschplätzen blühen derzeit die Wegwarten und dort kann man die Bienen ebenfalls beobachten. Um diese Wildbienenart zu fördern dürfen wir diese Bereiche nicht zu früh abmähen. Auch Hundefreunde sollten sich etwas zurücknehmen und die Hinterlassenschaften ihrer Schützlinge in die dafür vorgesehenen Behältnisse zu entsorgen. Für Fotografen ist es eine Herausforderung diese schönen Insekten in Action zu fotografieren. Und es ist schlicht eine Sauerei ständig diesen Haufen ausweichen zu müssen. Auch ist für mich nicht nachvollziehbar, dass man den Bereich direkt am Friedhofszaun als Hundeklo degradiert. Innerhalb stehen Angehörige an den Rasengräbern und gedenken der Verstorbenen, beim Aufblicken schaut man außerhalb in die Exkremente von Hunden schlecht erzogener Hundefreunde.

Bienenschutz durch adäquate Grünpflege. Dazu noch kostenneutral. Das könnte man doch in unser „Grünes Buch“ aufnehmen? Bald blüht bei uns der Rainfarn, Tanacetum vulgare. Dort kann man die seltene Rainfarn Seidenbiene beobachten. Colletes similis ist dann bei uns ebenfalls anzutreffen? Man kann sie mit der Gemeinen Seidenbiene, Colletes daviesanus verwechseln, die man ebenfalls auf Rainfarn antrifft. Wir werden sehen.

Ralf Schreck – Wildbienen Freund

 

Die Blumenwiese am alten Rathaus Leopoldshafen

Die Wiese beim Rathaus Leopoldshafen – die andere Wiese

Der Lebensraum Wiese ist umso artenreicher, je nährstoffärmer der Untergrund ist. Das hat mit dem unterschiedlichen Konkurrenzverhalten der Kräuter zu tun. Ein Spielrasen ist im Grunde genommen ebenfalls eine Wiese, die durch vielmaligen Schnitt und planmäßigen Düngegaben nur Gräser fördert. Was wir im Hausgarten haben wollen ist für unsere Insektenwelt abträglich. Das Geheimnis einer funktionierenden artenreichen Wiese, die attraktiv für Kleintiere ist, ist Nährstoffarmut, weniges Mähen, sowie das Abräumen des Schnittgutes nach dem Aussamen. Einen solchen Lebensraum finden wir auf der zweiten „Wiesen Projektfläche“ der Agenda Gruppe Umwelt beim ehemaligen Rathaus in Leopoldshafen.

Fünffingerkraut (Potentilla), Gänseblümchen (Bellis perennis), Gewöhnlicher Reiherschnabel (Erodium cicutarium), Hahnenfuß (Ranunculus), Horn Sauerklee (Oxalis corniculata), Sauerampfer (Rumex), Spitzwegerich (Plantago), Weicher Storchschnabel (Geranium molle), Weißer Klee (Trifolium repens), Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris), Hopfenklee (Medicago lupulina), Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella), Feinstrahl (Erigeron annuus), Klatschmohn (Papaver rhoeas), Malve (Malva moschata), Schafgarbe (Achillea millefolium), Nachtkerze (Oenothera biennis), Wegwarte (Cichorium intybus), Feldrittersporn (Consolida regalis), Graukresse (Berteroa incana), Zaunwinde (Calystegia sepium), Königskerze (Verbascum densiflorum), Johanniskraut (Hypericum perforatum), Kanadisches Berufkraut (Conyza canadensis). Das sind 24 Pflanzenarten, die wir bisher von Mai bis Ende Juli in dieser Wiese bestimmt haben. Es sind heimische Pflanzen, die nicht nur Nahrung, sondern auch Lebensraum für Kleintiere wie Insekten sind. Die Fluginsekten nähren sich vom Nektar und Blütenstaub, die Larven, Raupen und anderen Insekten Vorstufen vom Laub, Samen, Pflanzensaft, von anderen Insekten, usw. In einer artenreichen Pflanzen- und Tiergesellschaft existiert ein ständiges Geben und Nehmen. Raupen fressen Blätter, Wespen fangen Raupen und füttern damit ihre Brut. Es gibt Spieler und Gegenspieler. In einer solchen Gesellschaft wird sich immer ein Gleichgewicht einstellen, wenn wir das nicht stören. Natur sieht Vielfalt vor. Da können wir von lernen.

Es gibt dort Wildbienen, Hummeln, Fliegen, Wanzen, Libellen, Käfer, Ameisen, Schmetterlinge und andere. Man beobachtet auch Vögel, die sich an den Samen laben. Im Hochsommer könnte man diese Fläche als ungepflegten Unkrauthaufen bezeichnen. Aber das machen nur die, die die Zusammenhänge einer Wiesengesellschaft nicht erkennen. Deshalb ist es erforderlich zu informieren.

Mit einem durchdachten Pflegemanagement können wir Insekten fördern, ohne dass hierfür Kosten entstehen. Wäre das nicht eine vorbildliche Chance, die wir weiter ausbauen sollten? Neugierde ist eine Antriebsfeder der Menschheit. Und ich kann sagen, dass es sehr viel Spaß macht Umwelt und Naturzusammenhänge zu beobachten und zu analysieren. Mit etwas Interesse und Bereitschaft sich auf Unbekanntes einzulassen kommt man letztendlich zum Ergebnis, dass wir etwas gegen das Bienensterben unternehmen sollten. Honig bekommen wir nicht aus dem 3D-Drucker.

Wiese im Bürgerpark, Wiese am alten Rathaus. Buntes Blühen im Bürgerpark, trockenes Gestrüpp beim Rathaus. Die heimischen Rathaus Wiesenpflanzen sind allesamt auch Nahrungspflanzen für Schmetterlinge. Das lange und bunte Blühen im Bürgerpark liefert „nur“ Nahrung für Blütenbesucher. Wofür entscheiden wir uns? Für welche Vielfalt entscheiden wir uns? Es gibt viele Wege, die zum Ziel führen. Können und wollen wir diese Thematik auch akzeptieren?

Ralf Schreck – Freund des „einfach mal wachsen lassens“

 

Die Blumenwiese im Bürgerpark

Die Blumenwiese im Bürgerpark

Ist ein Projekt der Agenda Gruppe Umwelt Eggenstein-Leopoldshafen. Diese Wiese ist eine Wiese der Erkenntnis. Jetzt, am 28. Juli 2018 hat sie ihre Hochblüte erreicht. Sie besteht hauptsächlich aus einjährigen Kräutern wie Steinkraut, Natternkopf, Mohn, Zinnien und anderen. Insekten tauglich ist sie, denn seit den ersten Blüten waren Hummeln und Bienen da. Und das zu allen Tageszeiten. Das war mir neu. Die Wiese blüht durch und durch das Artengemisch kommen ständig neue Blumen hinzu. Angelegt am 26. Mai erschienen am 26. Juni die ersten weißen Blüten der Steinkräuter. Jetzt ist der 28. Juli und die Wiese ist in der Vollblüte und sehr schön anzusehen. Das ist bei der Wiese am ehemaligen Rathaus in Leo anders. Auch diese Wiese ist ein AG Umwelt Projekt. Doch dazu später mehr.

Die Bürgerparkwiese steht unter Aufsicht. Die ersten drei Wochen stand Wässern im Vordergrund, später nur noch nach Bedarf. Am 2. Juli gab es eine Nährstoffversorgung mit einem organischen Dünger, nachdem wir festgestellt hatten, dass die jungen Pflanzen im Wachstum stagnierten. Der weitere Pflegeaufwand beschränkt sich jetzt aufs Beobachten. Diese Wiese ist ein Blickfang. Passanten bleiben stehen und erfreuen sich an der Blütenpracht. Wir bekommen Anfragen, ob es noch Blumensamen gibt und wie man am besten im eigenen Garten Wiesen anlegen kann. Vom Rektor der Lindenschule wurden wir gebeten, ob wir uns nicht beim Schulgarten einbringen möchten. Am 30. Juni überarbeiteten wir zusammen mit Schülern den kleinen aber feinen Garten vor der Schule. Wir berichten im Amtsblatt über diese Aktionen und ermutigen damit interessierte selbiges zu tun. Es ist mit einfachen Mitteln möglich sich aktiv für Umwelt und Natur einzusetzen. Das entsprechende Wissen hierfür stellen wir gerne bereit. Für unsere Ferienspaß Aktion haben wir 32 Anmeldungen! Dies werten wir ebenfalls als Erfolg für unsere Projekte.

Wiesen sind vielfältige Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Wiesen sind eine Art pflanzliche Übergangsform, denn die Natur sieht als höchste Entwicklung in unseren Breiten den Wald vor. Wiesen wurden durch die Beweidung von Großsäugern, wie Auerochse, Wildpferd, Wisent, Hirsch, und anderen erhalten. Natürliche Wiesen gedeihen auch an Standorten, an denen ein Baumwachstum nicht möglich ist, z.B. in feuchten oder in hohen Lagen. Die heutigen Wiesen werden durch Beweidung mit Vieh oder mit Rasenmähern erhalten. Unsere innerörtlichen Wiesen bieten mit entsprechender Aufmerksamkeit und Pflege wertvollen Lebensraum für unsere bedrohte Insektenwelt. Die Blumenwiese im Bürgerpark ist nur ein Mosaik Stein auf dem Weg in Richtung „Rettet die Bienen“.

Ralf Schreck – Bienen Freund