Ehrenamt

Internationaler Tag des Ehrenamtes

Der Internationale Tag des Ehrenamtes ist ein jährlich am 5. Dezember abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements. Er wurde 1985 von der UN beschlossen. Dies ist die Definition. Was wäre eine Gesellschaft ohne Uneigennutz, ohne Altruismus, ohne Ehrenamt? Das gewisse Etwas mehr zu tun als gefordert, das I-Tüpfelchen, das Sahnehäubchen. Zwei sehr schöne Beispiele ehrenamtliches Engagement bei uns zu erleben sind das Adventssingen in Eggenstein am kommenden Sonntag, dem 2. Advent und der Nikolaustag in Leopoldshafen, der bereits samstags startet und ebenfalls am Sonntag besucht werden kann. Adventssingen organisiert unser tatkräftiges Ortskartell, der Nikolaustag wird von der AG Ortsgeschichte verantwortet. Unsere Schröcker Feuerwehr wird sich dieses Jahr verstärkt beim Nikolaustag einbringen und neben Mistel und Plätzchenverkauf durch die Jugendfeuerwehr auch Speisen und Getränke anbieten. Das kleine Nebengebäude beim Heimatmuseum war früher das Feuerwehrgerätehaus. Wenn das nicht passt! Genießen wir die gemütliche und familiäre Atmosphäre beider Veranstaltungen und lassen uns auf die Weihnacht einstimmen. Singen wir mit oder hören einfach nur zu. Treffen wir neue und alte Bekannte. Auch die Mitstreiter der AG Umwelt werden am Samstag wieder vor Ort sein und über vergangene und neue Projekte reden. Wäre es nicht nett sich beim Besuch beider Veranstaltungen bei all den Freiwilligen und Ehrenamtlichen für deren Einsatz und Tun zu bedanken? Das Schöne am Ehrenamt ist, dass es jeder kann. Man muss es nicht lernen, man kann einfach mitmachen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Es beginnt mit Zustimmung, mit Wertschätzung. Der Rest kommt von allein. Und man bekommt unendlich viel zurück.

Ralf Schreck für die Agenda Gruppe Ortsgeschichte

 

Volkstrauertag 2017

Volkstrauertag 2017

Es war ein kalter Tag aber kein hoffnungsloser. In der Frühe gab es Regen, doch bald erschien ein leuchtendes Blau am Himmel. Was war das für ein Zeichen?

Links ist Frieden. Rechts ist Krieg. Krieg ist schlecht und Frieden ist gut und schön. Frieden ist gut und schön. Frieden ist das Coolste. Das war nur eines von vielen Bildern, die Schüler der Gemeinschaftsschule Eggenstein zum diesjährigen Thema – Kinder BILDERn Frieden – des Volkstrauertages gestalteten. Es sind interessante und doch auch nachdenkliche Bilder. Unsere Kinder wachsen im Frieden auf, sie erleben die Welt mit ihren Augen und kennen nicht die Notzeiten des Zweiten Weltkrieges. Bald beginnt die Adventszeit der alle Kinder mit großer Vorfreude entgegensehen. Ohne Not und ohne Gewalt. Nicht so in den Erlebnissen eines 13-jährigen Mädchens aus Eggenstein während der Weihnachtszeit 1944, vorgetragen von unserer Gemeindearchivarin. Es herrschte eine beklemmende Stille, als die dramatischen Erlebnisse von damals geschildert wurden. Das können sich viele Menschen überhaupt nicht vorstellen. Vergessen dürfen wir das nicht, wir müssen uns öffentlich daran erinnern und die Lehren daraus ziehen. Wichtig ist, dass wir unsere Kinder mit einbinden. Das ist der Sinn des Volkstrauertages.

Es war eine würdige Veranstaltung, umrahmt mit eindrucksvoll vorgetragenen Musikstücken des Coro Accelerando Eggenstein. Es waren viele Besucher zugegen. Auch unsere Feuerwehr war mit großer Mannschaftsstärke anwesend. Das setzt Zeichen und ist eine wichtige Geste.

Nach der Gedenkfeier wurden die Kränze zum Ehrenmal gebracht und abgelegt. Unsere Bundeswehr Reservisten bildeten wie jedes Jahr ein Spalier und nach dem Trompetensolo war diese Gedenkveranstaltung zu Ende.

Links ist Frieden. Rechts ist Krieg. Krieg ist schlecht und Frieden ist gut und schön. Frieden ist gut und schön. Frieden ist das Coolste. So sehen es unsere Kinder. So einfach kann das sein. Ist das nicht hoffnungsvoll?

Heute gingen viele nachdenklich nach Hause.

Dank gebührt allen Organisatoren der Gemeindeverwaltung, unserem Bürgermeister, Pfarrer Lüttinger, Coro Accelerando, dem Solisten, den Reservisten, den beteiligten Lehrern. Danke an Kristina und Dieter und ganz besonders den kreativen Schülern.

Ralf Schreck

Katastrophenalarm in Eggenstein

Katastrophenalarm in Eggenstein

Brennendes Haus in der Hauptstraße beim Waghäusel! Person in Not! So lautete der Alarmruf. Die Wehr war schnell alarmiert und nach wenigen Minuten bereits am Einsatzort. Es musste schnell gehandelt werden, denn schon schlugen die ersten Flammen aus dem Gebäude. Nach der Lageerkundung war klar wie vorgegangen wird. Die zu rettende Person machte durch unüberhörbares Rufen auf sich aufmerksam und konnte durch den Rettungstrupp noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Der mitgeführte Wasservorrat reichte zum Löschen nicht aus, deshalb errichten die anderen Kameraden in der Zwischenzeit eine Schlauchbrücke. Die Löscharbeiten waren gesichert und das Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Häuser wurde verhindert. Einsatz erfolgreich beendet.

Nein, es war kein Katastrophenalarm. Es war wieder eine Übung, die am 3. Juli 1965 stattfand. Weshalb ich darüber berichte? Es zeigt die Beständigkeit unserer Freiwilligen Feuerwehr, die durch regelmäßige Übungen ihre Schlagkraft unter Beweis stellt. Es ist ein roter Faden, der sich bis heute durch die Jahrzehnte zieht. Auch wenn die Fahrzeuge und die Ausrüstung heute antiquiert anmuten, so war es doch der Stand der Technik. Der hohe Stellenwert unserer Feuerwehr zeigte schon damals die große Menge an Zuschauern, die die Übung begleitete. Die jungen Feuerwehrleute von damals sind heute unter den Alterskameraden. Gibt es jemand, der sich erinnert? Wer kennt die Namen?

Die Übung fand anlässlich der 1200 Jahrfeier von Eggenstein statt.

Fotos aus dem Archiv der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen

Ralf Schreck – hat schon zwei Dorf Jubiläen erlebt, 1200 + 1250 Jahrfeier

Katastrophenalarm in Leopoldshafen

Ein bemerkenswerter Tag in Leopoldshafen

Der 22. Juli 2017 war ein denkwürdiger Tag in Schröck. Eigentlich fing alles ganz harmlos an aber es drohte in einem Fiasko zu enden. Doch der Reihe nach.

Schnell noch mit dem Smartphone die Freundin informiert, dann krachte es schon und der Wagen lag auf der Seite. Das andere Fahrzeug fing sofort Feuer und beißender Rauch füllte die Straße. Eigentlich heißt es rechts vor links aber mit Ablenkung sind solche Unfälle vorprogrammiert. Selbst die Arbeiter, die mit Dacharbeiten im benachbarten Kindergarten in der Hardtstraße beschäftigt waren, hörten den lauten Knall.

Der Schwelbrand im Bolzhof blieb zunächst unentdeckt.

Wenige Minuten später traf die Feuerwehr ein, sondierte die Lage und begann mit den Rettungs-und Bergungsarbeiten. Während der Brand gelöscht wurde nahm man Kontakt mit der verunfallten Person auf. Sie war eingeklemmt, konnte sich aus eigener Kraft nicht befreien und musste regelrecht freigeschnitten werden. Beeindruckend war, dass sie während der kompletten Bergungsaktion durch einen Retter betreut und ständig angesprochen wurde. Der auf der Seite liegende Wagen wurde fixiert, dann begann das Aufschneiden. Innerhalb weniger Minuten war die Person befreit und kam in die Obhut der Sanitäter.

Das im Bolzhof eingelagerte Heu war zu feucht und entzündete sich von selbst. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die komplette Lagerhalle in Brand gerät. Die Dacharbeiter im Kindergarten begannen mit ihrer Mittagspause, ohne dabei ihr heißes Schweißgerät zu sichern. Die Dachhaut fing Feuer, fraß sich durchs Gebälk und füllte den darunterliegenden Raum mit Qualm. Eine Reinigungskraft drohte eingeschlossen zu werden. Doch der Rauchmelder schlug Alarm.

Dem Bolzhof drohte die Katastrophe, das Feuer fraß sich unaufhaltsam weiter.

Schnell war die Feuerwehr im Kindergarten, sondierte die neue Lage und begann sofort mit der Rettung. Das Feuer war rasch gelöscht und die Putzfrau mithilfe einer Rettungsmaske ins Freie gebracht. Vom Dach des Kindergartens konnte man bereits die aufsteigenden Rauchschwaden beim Bolzhof sehen. Jetzt wurden alle Kräfte mobilisiert und man eilte zum landwirtschaftlichen Betrieb. Die Halle stand bereits im Vollbrand.

Nach kurzer Lageerkundung begann der Löschangriff. Die Halle brannte nieder, das Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus und auf den Lagerschuppen mit den Maschinen wurde erfolgreich verhindert. Alle Katastrophen wurden dank unserer schlagkräftigen Freiwilligen Feuerwehr abgewendet.

Natürlich waren es Übungen. Unser Gesamtwehr hat an diesem Tag auf hohem Niveau agiert und bewiesen, sich auf veränderliche Situationen einzustellen. Sowohl die erfahrenen Kameraden, als auch die jugendlichen Feuerwehr Mädchen und Jungs haben ihr Können bestens gezeigt. Das haben sämtliche Zuschauer, die heute ausdrücklich erwünscht waren, eindrucksvoll erlebt. Nachhaltig bleibt auch der Löscheinsatz der aller jüngsten Feuerwehrleute. Mit Bravour wurde auch der letzte Brand gelöscht.

Dank an unsere schlagkräftige Freiwillige Feuerwehr Eggenstein-Leopoldshafen, an DRK und Notfallhilfe. Der hohe Stellenwert unserer Feuerwehr wurde im Anschluss durch die anerkennenden Worte unseres Bürgermeisters hervorgehoben.

Fotos von Lukas, Doris und Ralf Schreck

Die komplette Bildauswahl mit weiteren Action und Portraitaufnahmen haben wir – wie immer – der Feuerwehr zur Verfügung gestellt.

Ethylen

Ethylen-Pipeline Süd

Ethylen ist ein wichtiges chemisches Zwischenprodukt und wird für eine Vielzahl von Kunststoffen wie Polyethylen, Polystyrol und PVC benötigt. Das Gas lässt sich wirtschaftlich nur in Rohrleitungen transportieren. Eine solche Pipeline befindet sich auch auf unserer Gemarkung. Sichtbar ist sie nur in einem ca. alle 20 Kilometer errichteten oberirdischen Fernleitungsbauwerk. Dort kann die Rohrleitung durch Schieber per Fernsteuerung im Gefahrenfall abgeschaltet werden.

Dieses Mal war es ein besonderer Einsatz, ganz anders als die Szenarien zuvor. Die ganze Situation wirkte viel bedrohlicher als sonst. Die Vorgehensweise war den Umständen angepasst. Es drohte allerhöchste Explosionsgefahr. Und dennoch musste eine Person geborgen werden.

Im Tiefgestade zwischen Eggenstein und Neureut befindet sich ein solches Bauwerk. Die Rohrleitung führt nach Ludwigshafen zur BASF. Überwachung der Pipeline erfolgt rund um die Uhr durch die beauftragte Fa. Evonik. Regelmäßig wird der Verlauf mit dem Helikopter beflogen und auch begangen.

Und jetzt wurde ein Störfall mit verletzter Person gemeldet. Die Gesamtwehr Eggenstein-Leopoldshafen war rasch am Ort des Geschehens und begann mit der Arbeit. Das komplette Areal wurde großräumig abgesperrt, der Erkundungstrupp mit Atemschutz und Gasmessgeräten begab sich zum Bauwerk. Das austretende Gas war durch Zischen und Sprühen am Leck zu erkennen. Die verletzte Person war rasch gefunden, in Sicherheit gebracht und versorgt worden.

Ringsum gab es Felder mit trockenem erntereifem Mais, welcher im Brandfalle einen Flächenbrand zur Folge hatte. Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können. Da die Fernsteuerung der Ventile versagte, mussten die Kameraden zurück und versuchen das Ventil manuell zu schließen. Per Funk mit der Einsatzleitung verbunden gelang es schließlich das entsprechende Ventil per Drehrad zu schließen.

Obwohl es wieder „nur eine Übung“ war, wurde mir bewusst, welch wichtige Aufgabe unsere Freiwillige Feuerwehr leistet, um Gefahr von Leib und Leben fern zu halten. Und dieses aktuelle Szenario mit dem hoch explosiven Ethylen fand ich als Außenstehender besonders bedrohlich.

Initiiert, bzw. unterstützt wurde die Übung von der Werksfeuerwehr der BASF und Fachleuten der Fa. Evonik. Alle Beteiligten zogen in der Abschlussbesprechung Bilanz und wollen die Erkenntnisse und Erfahrungen dieser Übung in weiteren Gesprächen und Übungen vertiefen.

Es war mehr als eine Übung. Wer eine solche Übung erlebt bekommt das Gefühl, dass wir uns auf unsere Feuerwehr verlassen können. In der letzten Gemeinderatsitzung wurde über unser Feuerlöschwesen berichtet und von allen Seiten gutgeheißen. Das kann ich nur bestätigen.

Fotos von Lukas und Ralf Schreck – Film AG Eggenstein und Feuerwehr Begeisterte

 

Der Kommandant geht

Der Kommandant geht,

Willy Nees bleibt

 

Es war ein unvergesslicher Abend voller ehrlicher Herzlichkeit. Die vortragenden Redner würdigten die großartige Lebensleistung von Willy Nees nicht nur als Feuerwehrkommandant in einer schönen Weise. Sein Wirken für Feuerwehr, Gemeinde und Landkreis geprägt von Respekt und Freundschaft wurde unverstellt dargestellt. Wer bis gestern Abend Willy nicht kannte, ging mit einem umfassenden Bild seiner vorbildlichen Leistungen nach Hause. Auf den Bildern kann man das erkennen. Die Freude und die Dankbarkeit stehen den Menschen ins Gesicht geschrieben. Die Feuerwehrkameradinnen und Kameraden haben für unseren Willy einen sehr würdigen Abschied gestaltet. Das passt hervorragend in unsere Dorfgemeinschaft. Und darauf dürfen wir stolz sein.

Alle Bilder dieser Veranstaltung gibt es auf der Homepage von www.egg-leo.de, sowie auf der Feuerwehrseite von egg-leo.

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

lieber Willy Nees

guten Abend Feuerwehr,

 

es ist mir etwas aufgefallen. Als Mitglied der Film AG habe ich Einblicke in viele Bereiche unserer Doppelgemeinde. Wir filmen, fotografieren, dokumentieren. Doch kann eine Kamera nicht alles abbilden was eine Gemeinde ausmacht. Unsere Dorfgemeinschaft wird von vielen Personen und Gruppen gebildet und getragen. So auch von Willy Nees und seiner Feuerwehr. Seine Fähigkeiten als Feuerwehr Kommandant sind unbestritten und wurden bereits gewürdigt. Was ich jetzt beschreibe kann jeder von uns beobachten, der sich ein wenig für unser Gemeindeleben interessiert. Willy Nees ist Gemeinderat, Bürgermeister Stellvertreter und Mitglied des Kreistages. Eine interessante und besondere Kombination, denn so war er als Feuerwehr Kommandant in Kontakt mit weiteren Entscheidungsträgern und immer bestens informiert. Das kam nicht nur der Feuerwehr, sondern der gesamten Gemeinde zu Gute. Danke dafür.

Eines der eindrucksvollsten Erlebnisse unserer Feuerwehr war die Teilnahme am historischen Festumzug im vergangenen Jahr. Unsere Gesamtwehr tritt geschlossen an. Vorne weg die Kleinsten, die sich am Schlauch fest halten, dahinter die Jugend, danach die Aktiven und zum Schluss die Alterskameraden. Alle Generationen sind dabei und ziehen an einem Strang. Und genau das ist es, was wir als Bevölkerung sehen wollen. Vorgelebte Gemeinschaft und Tugenden. In unserer kompliziert gewordenen Welt, die scheinbar ihre Werte verliert, zeigt unsere Feuerwehr, wie es bei uns tatsächlich aussieht. Danke dafür.

Die Kleinsten werden spielerisch an die Pflichten herangeführt. Sie und die Jugendlichen nehmen jedes Jahr an der Gemeindeputzete teil. Und am Volkstrauertag sitzen sie in der vordersten Reihe. Schon wieder sind sie ein Vorbild für uns. Die Aktiven bestreiten die regulären Einsätze, retten, löschen, bergen und schützen. Daneben leisten sie in vielerlei Einsätzen Amtshilfe für die Gemeinde. Beim vergangenen Straßenfest bildeten sie mit ihren Fahrzeugen an der Hauptstraße eine Barriere vor möglichen Amokfahrten, damit wir Bürger unbeschwert feiern konnten. Danke dafür.

Die Alterskameraden bringen sich in unter anderem in unsere Museumsprojekte ein, indem sie in großartiger Weise die historischen Brunnen schreinerten. Danke auch dafür.

Es ist ein roter Faden mit guten Taten, der sich durch unsere Feuerwehrgeschichte zieht. Ich danke Kurt Kiefer, der mich sein Amtsblatt Archiv studieren ließ. Darin fand ich alte Berichte unter dem damaligen Kommandanten Hesselschwerdt. Und er führte die Feuerwehr ebenso erfolgreich wie Willy Nees. Das ist eine schöne Beständigkeit. Und von den neuen Kommandanten dürfen wir diese Beständigkeit ebenso erwarten. Danke dafür.

Willy Nees ist ein großes Vorbild für uns. Sein grandioses Fachwissen, seine Bescheidenheit, seine ruhige und besonnene  Art, gepaart mit einem besonderen Charme, sind ein großer Glücksfall für unsere Gemeinde. Das mögen wir, das wollen wir. Er lebt uns unsere demokratischen Werte vor. Er findet die richtigen Worte zur richtigen Zeit. So gehört in der letzten Gemeinderatssitzung des vergangenen Jahres, als er sich öffentlich beim Bürgermeister, seinen Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates, den Amtsleitern und allen Mitarbeitern der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit und die geleistete Arbeit bedankte. Von Herzen einfach einmal Danke sagen. So einfach kann das sein. Danke dafür.

Ein besonderer Tag, ein besonderer Mensch, ein besonderes Buch. Wir haben für Willy Nees ein kleines Heimatbuch erstellt. Es gibt ein Gedicht von Rudolf Hügle, einem Heimatdichter des vergangenen Jahrhunderts, über Eggenstein. Darin wird Eggenstein treffend beschrieben. Aus dem Bildarchiv der Film AG haben wir hierzu die Fotos heraus gesucht. Und das war erstaunlich einfach. In hundert Jahren hat sich zwar viel verändert aber das was Eggenstein ausmacht blieb erhalten. Das liegt bestimmt auch daran, dass Willy Nees daran gearbeitet hat, diesen roten Faden zu bewahren.

Vielen Dank und herzliche Grüße von Ralf Martin Schreck

 

Im neuen Ortsteil

Im neuen Ortsteil

Wie immer war es aufregend. Für uns als Beobachter, Lukas und mich. Von den Feuerwehrleuten wissen wir das nicht. Es läuft immer alles geordnet ab, jedes Mal steckt System dahinter, wie ein Einsatz angegangen wird. Die unzähligen Trainingseinheiten unserer beiden Feuerwehren und die besondere Kameradschaft sind beste Voraussetzungen, um eine Übung oder einen Einsatz zu meistern. Und doch war es dieses Mal anders. Alle betraten ein neues Gelände mit einer neuen Wohnanlage. Die Container Unterkünfte für die Asylsuchenden am Schröcker Tor am Ortsrand von Leopoldshafen.

Es war eine Gemeinschaftsübung unserer beiden Wehren. Bemerkenswert empfand ich die Tatsache, dass es der Wunsch unserer Feuerwehr war, dort eine Übung abzuhalten. Man kümmert sich bereits im Vorfeld, um die Örtlichkeiten zu erkunden und bei einer solchen Übung Erfahrungen für einen Ernstfall zu sammeln. Wir haben sehr fähige Feuerwehrkommandanten, die sich durch  Weitblick auszeichnen. Wer sich für unsere Gemeinde Politik interessiert, erkennt diese Weitsichtigkeit auch in vielen Entscheidungen unseres Gemeinderates. Man möchte die Dinge und Themen berechenbar halten, deshalb wird vorausschauend gehandelt. Wir können uns sehr glücklich schätzen, dass einer unserer Feuerwehrkommandanten ein solcher Entscheidungsträger ist und diese Linie in die Feuerwehr trägt.

Was war geschehen? Die neue Wohnanlage ist mit einer Brandmeldeanlage ausgerüstet, die der Feuerwehr einen Vorfall in einem Container meldete. Innerhalb weniger Minuten war unsere Gesamtwehr eingetroffen, da quoll bereits dichter Rauch aus einem Container Komplex. Die Lage wurde erkundet, dann drangen die ersten Atemschutzträger ins Gebäude, um zu den Verletzten oder Eingeschlossenen vorzudringen. In der Zwischenzeit war die Lichtanlage aufgebaut und der Teleskopmast an die Gebäudeseite gefahren. Dann ging alles sehr schnell und in kürzester Zeit war die Rettung abgeschlossen.

Vor Ort gab es dann noch eine Lagebesprechung, denn die gewonnenen Erkenntnisse sollen in einen Alarmplan eingearbeitet werden. Danach besichtigten die Feuerwehrleute die Wohnanlage ohne Rauch, um sich mit den Baulichkeiten vertraut zu machen. Zum Schluss gab es im Feuerwehrhaus Eggenstein noch ein zünftiges Vesper und plötzlich war es 23.00 Uhr! Respekt vor dieser Übung, denn zuvor hatten die meisten Freiwilligen ja noch einen normalen Arbeitstag.

Ralf und Lukas Schreck – Film AG Eggenstein-Leopoldshafen

 

Tradition

Unsere Feuerwehr

Der Einsatzort war schnell erreicht und die Kameraden hatten einen nicht alltäglichen Auftrag zu bewältigen. Einen Auftrag, der nur gemeinsam zu meistern war. Die Anweisungen der Einsatzleitung waren klar und besonnen. Die Hebestangen wurden vorbereitet und bereit gelegt. Dann ging es los. Es war ein Zusammenspiel zwischen Aufrichten, Nachlassen und Nachfassen. Und dann stand er, der Maibaum. Seit vielen Jahren stellen unsere Feuerwehrleute einen Maibaum auf. Zu diesem Anlass waren die Schaulustigen ausdrücklich erwünscht. Zuvor gab es ein gemeinsames Abendessen in der Fahrzeughalle und ein gemütliches Beisammensein.

Wer verkörpert die gelebte Dorfgemeinschaft besser als unsere Feuerwehr? Wieder waren Jung und Alt versammelt und zeigten durch ihre Anwesenheit ihre Verbundenheit zur Gemeinschaft. Die Feuerwehr ist kein Spaßverein, doch dieser Abend hat durch ihre Traditionspflege Eindruck hinterlassen und Spaß gemacht. Weitere Höhepunkte folgten. Die Kleinsten des Spielmannszuges hatten an diesem Abend ihre erste öffentliche Premiere, die mit Bravour gemeistert wurde. Die Zugaben wollten gar nicht mehr enden. Ein weiteres Novum war die Vorstellung des „Schröcker Löschpapiers“, ein Informationspapier der Abteilung Leopoldshafen. Der FireFlyer dient der Verbesserung des Informationsflusses innerhalb der Abteilung und wird in Zukunft regelmäßig erscheinen.

Ein weiterer Höhepunkt war am 1. Mai der Auftritt des Spielmannzuges, der musizierend vom Feuerwehrhaus, die Leopoldstrasse entlang, am Heimatmuseum vorbei bis zur Rheinhalle marschierte. Das waren sehr beeindruckende Aktionen. Wer nicht dabei sein konnte geht zum Feuerwehrhaus Leopoldshafen und schaut sich dort den Maibaum an. Dabei fällt auf, dass er ein zusätzliches Schild bekommen hat mit der Inschrift: „Meine Feuerwehr, die die Tradition in Ehren hält, hat mich hier in vereinten Kräften erstellt. Nun betrachte mich genau und denke stets daran, dass einer alleine nichts erreichen kann.“

Genau, das ist absolut stimmig!

Ralf Schreck – Feuerwehr Freund

 

 

Hurra die Schule brennt …

Die müssen nichts aber die können alles!

 

Film AG begleitet die Freiwillige Feuerwehr Eggenstein-Leopoldshafen

Es ist ein langer Flur. Zu erkennen ist nichts, weil er mit beißendem Rauch gefüllt ist. Irgendwo am Ende des Ganges befindet sich die Person in Not. Zwei Retter mit Atemschutzausrüstung arbeiten sich in geduckter Haltung zum Einsatzort. Was mag in ihnen jetzt vorgehen? Was wird sie erwarten? Trotz Taschenlampen ist wenig zu sehen. Endlich angekommen offenbart sich die nächste Schwierigkeit. Der Verletzte befindet sich in einem Kriechgang hinter einer etwa zwei Meter hohen Mauer. Schnell muss es gehen, der Sauerstoff ist knapp. Der Verletzte muss geborgen werden. 85 Kilogramm aus dieser schwierigen Lage zu bergen ist ein wahrer Kraftakt. Doch es gelingt und in letzter Minute ist der unglückliche Heizungsmonteur wieder in Sicherheit. Doch die Lage im Schulhaus spitzt sich weiter zu, denn der Rauch hat das Treppenhaus unbegehbar gemacht. Jetzt sind die Musikschüler im Obergeschoss eingeschlossen! Doch auch hier naht die Rettung. Von außen wird der Teleskopmast ausgefahren und über ein Fenster findet die Bergung statt.

Es ist eine eindrucksvolle Übung. Beide Gemeinde Feuerwehren sind beteiligt. Es geht geordnet zu, Informationen werden gesammelt, ausgewertet und Entscheidungen getroffen. Zielgerichtetes Vorgehen ist erkennbar. Jede und jeder erfüllt seine Aufgaben. Die Jungen und die Erfahrenen. Es werden Fehler gemacht und erkannt. Das ist der Sinn einer Übung. Später, im Feuerwehrhaus, beim gemeinsamen Vesper gibt es eine Nachbesprechung. Der Kommandant zieht Bilanz. Er tadelt nicht, er stellt fest und lobt. Er spricht Empfehlungen aus. Er befiehlt nicht, er ermuntert. Seine Argumente betonen die Freiwilligkeit. Das ist ein guter Führungsstil und der motiviert. Auch die Senioren unserer Feuerwehr, die schon mehrere Jahrzehnte Mitglied sind, sind anwesend. Diese gelebte Kameradschaft ist vorbildlich. Unsere Feuerwehr ist gut aufgestellt. Die können was und wir können uns auf die verlassen! Und wir waren eingeladen.

Lukas und Ralf Schreck – Feuerwehr Freunde