Leben

Was ist das Leben? Besinnliche Geschichten aus der Heimat. Erlebtes und erfahrenes unterlegt mit Bildern.

Jakob Loewenberg – 1856-1929 hat es so beschrieben.

Leben

Ein Tropfen gleitet am Baum herab,
erst langsam, zitternd, sachte, sacht.
dann immer tiefer, schneller, schnell
bis in der Erde dunkle Nacht.

Wo war er nur? Was blieb von ihm?
Ein Hauch, der spurlos sich verliert.
Ob nicht der Baum im tiefsten Mark
Den kleinen Tropfen doch gespürt?

Noch sind die Tropfen im Spinnennetz gefangen. Gelangen sie noch ins Mark, oder steigen sie mit der Sonne, die hinter den Wolken steht wieder in den Himmel? Schicksal, wie ist deine Bestimmung?

Ferdinand Raimund -1790-1836 sieht das Leben so.

Das Hobellied

Da streiten sich die Leut herum
Oft um den Wert des Glücks;
Der eine heißt den andern dumm,
Am End’ weiß keiner nix.
Da ist der allerärmste Mann
Dem Andern viel zu reich,
Das Schicksal setzt den Hobel an
Und hobelt’s beide gleich.

Die Jugend will halt stets mit G’walt
In allem glücklich sein;
Doch wird man nur ein bissel alt,
Dann gibt man sich schon drein.
Oft zankt mein Weib mit mir, o Graus!
Das bringt mich nicht in Wut,
Da klopf ich meinen Hobel aus
Und denk du brummst mir gut.

Zeigt sich der Tod einst mit Verlaub
Und zupft mich: Brüderl, kumm,
Da stell ich mich in Anfang taub
Und schau mich gar nicht um.
Doch sagt er: Lieber Valentin,
Mach keine Umständ’, geh!,
Da leg ich meinen Hobel hin
Und sag der Welt Ade.

Das blühende Leben und der Tod. Die Mamas/Omas sind voraus gegangen. Vergessen sind sie nicht.

In meinen Augen hat Rainer Maria Rilke zum Leben die schönsten Worte gefunden. Den Gewittersturm beobachten wir beim Ausblick auf die Heidelberger Straße. Auch die ziehenden Wolken in allen Farben und Schattierungen sehen wir vom Wohnungsfenster. Den Falken sehen wir in fast jedem Kirchturm. Den großen Gesang verdanken wir Lisa Heger und ihrer einzigartigen feinen Stimme. Dieses Lied habe ich in der evangelischen Kirche Leopoldshafen aufgenommen, anläßlich der Aufzeichnung eines Gottesdienstes während der Corona Pandemie. Das sind Geschichten, die das Leben schreibt.

Leben ist überall. Dabei haben Kirchen eine besondere Bedeutung. Viele Menschen werden darin getauft, begehen das Fest der Ehe und werden mit dem Tod darin verabschiedet. Und es gibt noch das „drum herum“. Der Kirchplatz der evangelischen Kirche in Eggenstein gehört dazu. Unzählige Feste und Feiern wurden dort begangen. Dieser Platz gehört zu unseren schönsten Begegnungsstätten. In einer lauen Sommernacht 2018 hatten wir dort eine Begegnung der besonderen Art. Es gelang uns den ersten Ausflug der Schleiereulen zu beobachten.

Das Titelbild des Videos zeigt den Kirchplatz mit dem Handwerker und Gewerbebaum. In den einzelnen Wappen spiegelt sich die Vielfalt des dörflichen Lebens wider. Die alten Bäume umrahmen diesen schönen Platz. Die aufgestellten Bänke laden ein zum Verweilen.

Die Katholische Kirche in Leopoldshafen und die anliegenden Flächen laden ebenfalls zum Verweilen. Auf dem Foto von Karl Ueberle aus dem Jahre 1974 sehen wir „nur“ die Kirche und einen funktionalen Platz. Heute, 2021 sehen wir, wie unsere Gemeinschaft größer geworden ist. Sie ist gewachsen, so wie diese Kastanie größer geworden ist. Wir sind mündiger geworden, wir möchten mitreden. Wir haben Probleme erkannt, die wir lösen möchten. Wir haben dank unseres Seniorenbeirats eine Mitfahrbank, einen öffentlichen Bücherschrank und dank unserer Agenda Gruppe Umwelt eine ebenfalls öffentlich nutzbare Kräuterspirale.

Drei Themen an einem Platz. Haben wir ein Luxus Problem? Nein, haben wir nicht. Das sind genau die Dinge, die unser Leben schöner machen. Sie fördern unsere Gemeinschaft. Es ist eine kleine Vielfalt. Und wer hatte die Ideen dazu? Genau, wir. Menschen wie du und ich. Menschen, die sich in kleinen Gemeinschaften zusammen finden und versuchen ihre Ideen mit ihrer Gemeinde zu verwirklichen. In diesem Fall sind auch die Kirche und die Sponsoren beteiligt. Sind alle von deren Argumenten überzeugt, bringt jeder seinen Teil ein und es entsteht ein Ganzes. Und das steht allen von uns zur Verfügung. Ist das nicht ein Grund dankbar zu sein? Nehmen wir nicht alles als selbstverständlich an, sondern zeigen auch die angemessene Wertschätzung gegenüber allen Beteiligten.

Die Antwort hierfür finden wir im Bücherschrank.

Teilnahme am Leben und die Möglichkeiten zu haben seine Ideen und Gestaltungsvorschläge umsetzen zu können ist eine großartige Sache. Das ist sinnhaft, bringt Freude und schafft neue Vorbilder, auf die wir hinauf sehen können.

Eine Gesellschaft wird auch daran bewertet, wie sie mit ihren Toten umgeht. Die Kriegsgräber auf unseren Friedhöfen erzählen mahnende Geschichten vom Leben und Sterben zu Kriegszeiten. Legen wir für unsere Nachfahren eine bessere Saat, damit eine gute Frucht daraus wird?

Der Wunsch nach Teilhabe am Leben hört auch im Alter nicht auf. Oft sind es die kleinen und vertrauten Dinge, die den Seelenschmerz vertreiben. Ich bin dankbar, dass wir einen solch schönen Bürgerpark vor unserer Haustüre haben. Es ist ein echter Generationenpark. Hier tummeln sich Alt und Jung. Jede und jeder kommt dort auf ihre und seine Kosten! Nicht nur Menschen, deren Lebensradius eingeschränkt ist, können dort den Wandel durch die Jahreszeiten hautnah erleben.

Sieht aus wie ein Urwaldfluß, ist aber „nur“ der Pfinzkanal bei Eggenstein am Hardtwald. Im letzten Bild sieht man den schlammigen Zustand nach einem Monsunregen. Mit Phantasie natürlich. Die habt ihr doch? Oder?

Die Lindenallee. Sie hat sich prächtig entwickelt und steht sozusagen „gut im Futter“. Umstritten und beliebt. Je nach Standpunkt. Förster und Landschaftsplaner haben eines gemeinsam. Sie können in die Zukunft sehen. Das heißt sie haben eine konkrete Vorstellung davon, wie eine Planung im fertigen Zustand aussieht. Es sind Menschen mit Visionen, die allzu oft überhört werden, weil Kurzsichtigkeit bei manchen Zeitgenossen eine höhere Priorität haben.

Lindenallee die Zweite. Jetzt zur Vollblüte, am 20. Juni. Welch ein Duft. Welch ein Gesumme von tausenden von Bienen. Dabei musste ich an Bernhard denken und wollte ihm ein Dankesbild senden. Jetzt ist mir der Bericht im aktuellen Amtsblatt zuvor gekommen. Auch gut. Wohin wird uns dieser Alleenweg führen? Ins Glück? Oder ins Ungewisse? Die Antwort überlasse ich euch.

Ralf Schreck – der gerne einen Sinn im Leben sieht.

Der frühe Vogel

Der frühe Vogel

Beim Sichten meines Fotoarchivs ist mir ein Augustspaziergang wieder in die Hände gefallen.

Wenn ich am Wochenende auf Tour bin, muss ich daran denken, was Barbara einmal gesagt hat. Dass es bei uns so schön sei und im Prinzip alles vorhanden ist, was man für ein erfülltes Leben braucht. Die Ausgewogenheit zwischen nötiger gemeindlicher Infrastruktur, die nahe Erreichbarkeit von Einkaufsmärkten, Kitas und Schulen, usw. Im Hochgestade den Hardtwald, den Bürgerpark und unten im Tiefgestade unsere Auenwälder mit dem Alten Hafen.

Das sind nur einige wenige gut sichtbare Orte. Wir haben noch viel mehr. Und es gibt immer neues zu entdecken. Man muss sich nur darauf einlassen, immer neugierig sein und auch mal was Neues ausprobieren. Richtig spannend wird es jedoch erst, wenn man an die „richtigen“ Menschen gerät. Davon haben wir einige und die machen Dinge im Ort einfach „so“, weil sie darin eine Notwendigkeit erkennen, die für viele von Vorteil ist. Und richtig lebenswert wird es, wenn man entdeckt, dass man sich persönlich für Themen und Aufgaben fürs „Allgemeinwohl“ einbringen kann. Das ist eine ungemein befriedigende Erfahrung.

Wir haben wahre Schätze in unserer Heimat, aber es sind die Menschen darin, die diese so wertvoll machen. Denn manche Schätze müssen erst einmal gehoben werden. Vieles geht für immer verloren, falls wir unsere Neugierde und unseren Entdeckerdrang verlieren. Dann merken wir noch nicht einmal den Verlust. Und das dürfen wir nicht zulassen.

Ralf Schreck – Naturfreund

Das Biotop im Bürgerpark

Das Biotop im Bürgerpark

War ursprünglich ein Teich mit sichtbarer Wasserfläche. Wenn ich mich daran erinnere wurde die Teichwanne mit Lehmziegeln angelegt. Die ältesten Fotos zu diesem Biotop aus meinem Archiv stammen aus 1992 und 93. Damals stand allerdings die Familie im Vordergrund und den Teich kann man im Hintergrund sehen. Die nächsten Bilder stammen erst aus dem Jahr 2011. Darauf kann man erkennen, dass dieses Biotop bereits vollständig von Sträuchern umwachsen war. Die Wasserfläche war nicht mehr sichtbar. Neben den Gehölzen hatte sich Bambusgruppe stark ausgebreitet.

Im Laufe der Jahre hat sich dieses Biotop „verselbständigt“ und wurde mehr oder weniger sich selbst überlassen. Für die Natur ist dieser Zustand ideal, spielen sich doch die ökologischen Beziehungen im Verborgenen und vor unseren Augen geschützt ab. Ungestörte Tier- und Pflanzenwelt konnte sich entwickeln. Aber wir sind im Bürgerpark und der gehört uns Bürgern und dieses Biotop soll erlebbar sein und bleiben. Für diesen Wunsch hat sich jetzt eine Option ergeben, denn die Strom Firma, die vor etwa zwei Wochen beim Pflegeschnitt (zur Freihaltung des Bereiches unterhalb der Stromleitungen) zu viel des Guten tat, hat nach der Bitte um Stellungnahme einen Ausgleich angeboten.

Fast alle Sträucher wurden auf Stock gesetzt und geben jetzt den Blick auf den fast verlandeten Teich frei. Das Flusspferd vom Benno ist zwar schön zu sehen, liegt aber seit vielen Jahren auf dem Trockenen. Jetzt, was tun? Jetzt sind Ideen gefragt. Man könnte den Teich „entschilfen“ und einen Teil des Schlammes entfernen. Neue Wasserpflanzen einsetzen und eventuell den Uferbereich in Teilflächen mit Stauden bepflanzen? Ist der Teich denn dicht? Stehen Folgearbeiten an? Reicht der angebotene Ausgleich aus? Ist dieses Projekt finanziell zu stemmen? Im Schlamm befinden sich Larven von Libellen, Stein- und Schlammfliegen, Gelbrandkäfern und anderen. Vielleicht sogar Frösche, Kröten und Molche? Werden diese mit dem Schilf entsorgt oder wird man versuchen einen Teil davon zu retten?

Nutzen wir die zu planende Aktion als Chance unseren Bürgerpark ein weiteres Stück aufzuwerten. Denken wir an die schöne Nussbaum Allee entlang des Pfinzkanals, die anderen interessanten Baumarten, den Maulbeerbaum des Manfreds, die Knobloch Ulmen und die vom Seniorenbeirat initiierten Sportgeräte. Auch unsere Blumenwiese gehört dazu. Und der Boule Platz, ebenso die Tischtennisplatte, das Schach und alles andere. Der Bürgerpark, grüne Lunge Eggenstein-Leopoldshafens. Verbindung zwischen Hardtwald, Dorfgemeinschaft im Hochgestade und Feldern, Wiesen und Rheinwald im Tiefgestade.

Eine weitere spannende Geschichte unserer Heimat, die bestimmt eine schöne Fortsetzung findet. Lassen wir uns überraschen.

Ralf Schreck – Biotop Freund

Wenn nicht die, wer dann?

Am Samstag im Bürgerpark

Was ist das für eine Logik? Den Dreck anderer Leute wegräumen? Von Menschen, die selbst nie auf die Idee kämen Abfall wild zu entsorgen? Wenn nicht die, wer dann?

Wie im vergangenen Jahr bin ich wieder mit der Leobande in „unser Revier“ hinterm Lidl am Waldrand entlang zum Bürgerpark getigert. Zuvor hat uns Jonas vom Rathaus mit Greifzangen und Mülltüten wieder bestens ausgerüstet. Und dann ging es auch gleich los mit Sammeln und Aufräumen. Mit Eifer und Begeisterung stürmten unsere kleinsten Bürgerinnen und Bürger los, um sich aktiv für unsere Umwelt einzusetzen. Einzelne Mütter erzählten mir, dass nach der letzt jährigen Aktion ihre Kinder bereits ein Umweltbewusstsein hatten und bei Ausflügen und Wanderungen auf entdeckten Müll aufmerksam machten. Das klingt für mich logisch.

Bei der Pfinzbrücke traf ich auf unsere Feuerwehr, die ebenfalls wieder tatkräftig zu Gange war. Und das, obwohl es am Vorabend eine Übung der Gesamtwehr zusammen mit der Werksfeuerwehr der BASF am Fernleitungsbauwerk im Tiefgestade von Eggenstein gab. Beim gemeinsamen Vesper im Feuerwehrgerätehaus (schon wieder Feuerwehr) Eggenstein traf ich weitere alte Bekannte. Karl-Heinz versorgte in bewährter Manier die zahlreichen Helferinnen und Helfer mit Bratwurscht und Weck. Jürgen und seine Angler waren wieder dabei, ebenso Edwin mit seiner Jägertruppe. Marc war mit seiner Lyra an der Belle, Film AG Kollege Peter war mit seinem Verein, Heinz mit seinen Kollegen und viele andere waren ebenfalls erfolgreich unterwegs. Die Naturfreunde fallen immer mit ihrem schönen grünen Sweater auf.

Genau, das sind „die“, die sich kümmern. Wenn nicht die, wer dann? Es sind immer dieselben. Ist das logisch? Es sind feste Größen, auf die man sich verlassen kann. Jeder kennt sein Revier, jeder kennt die Problemzonen, an denen es sich lohnt vorbei zu schauen und zu säubern. Auch sind jedes Jahr Vertreter des Gemeinderates dabei. Alle „die“ fragen nicht lange, sondern handeln. Dadurch entsteht ein schönes Gemeinschaftsgefühl, was bewirkt, dass Unentschlossene angezogen werden.

Unser Leobande Trupp hatte dieses Jahr weniger Müll zu sammeln. Auffällig waren jedoch die vielen Doggybags, die zwischen den Hecken entsorgt wurden. Was sagen die Hunde hierzu?

Ein fester Termin, eine feste Größe. Das ist logisch. Wenn nicht wir, wer dann? Dank gebührt allen Beteiligten, Organisatoren, Helfern, Unterstützer.

Ralf Schreck – Putzfreund

Kunst im Dorf

Kunst im Dorf

So nah war ich den hölzernen Skulpturen von Angela noch nie. Derzeit lagern sie im Betriebshof des heimischen Landschaftsgärtners. So wie sie jetzt da liegen strahlen sie Würde aus. Im Gegenlicht glaubt man schlafende Personen zu erkennen. Es ist eine vorüber gehende Zwischenstation, bis der oder die endgültigen Standorte gefunden sind. Eigentlich war es beschlossene Sache, dass diese Skulpturen auf dem Leopoldshafener Friedhof kommen. Eine Unterschriftensammlung gegen diese Aufstellung hat den Gemeinderat in seiner letzten Sitzung veranlasst den seiner Zeit gefassten Beschluss auszusetzen. Jetzt wird erneut diskutiert mit dem Ziel umsetzbare andere Standorte zu realisieren.

Weshalb soll Kunst nicht auf einen Friedhof passen? Die Motivation der Gegner muss sich mir nicht erschließen. Einen Bezug der Skulpturen zum Friedhof kann ich jedoch erkennen. Einstmals lebendige Stämme wurden künstlerisch bearbeitet und auf diese Weise wieder zum Leben erweckt. Jeder Stamm ist individuell, ein Unikat, wie ein jedes Leben. Die großen Bäume auf unserem Friedhof beschirmen die Friedhofsgänger, die ihre Verstorbenen besuchen. Jedes Grab hat einen Stein mit dem die Gegangenen gewürdigt werden. Ein Denkmal. Einige davon sind ebenfalls künstlerisch bearbeitet und mit Symbolen behaftet.

Was bedeutet uns Kunst? Was ist sie uns wert? Damit meine ich nicht den monetären Wert. Wollen wir Kunst? Kunst ist spannend. Kunst gefällt oder gefällt nicht. Künstler sind spannend. Sie sehen die Welt mit anderen Augen. Sie blicken in die Illusion, in die Vergangenheit, in die Zukunft. Künstler schaffen unbeschreibliches indem sie ihre Fantasien ausleben. Das ist eine Kultur, das ist eine Chance.

Auf jeden Fall ist jetzt eine Diskussion entstanden. Wir sollen uns damit beschäftigen und realisierbare Standorte empfehlen. Warum erstellen wir nicht ein Konzept, in welchem viele heimische Künstler eingebunden sind? Warum gibt es bei uns keinen Kunstweg? Verbinden wir doch die bereits vorhandenen Kunstwerke und Kulturdenkmale im Ort mit neuen Werken an neuen Standorten? Berichten wir darüber und bieten wir Kunstführungen an, dann werten wir dieses Thema auf. Information schafft Vertrauen und Zustimmung. Entsprechende Standorte können gefunden werden, wenn diese vorbereitet werden. Unser Bürgerpark ist derzeit zu anonym, fast nur noch eine Hundewiese und vom Vandalismus bedroht. Nur das bemalte ENBW Haus ist seit Jahren unversehrt. Das Flusspferd beim vernachlässigten Teich wird nicht mehr wahr genommen. Eine Belebung des Parks gab es bei den großartigen Kinderfesten. Machen wir mehr daraus? Unsere Senioren wünschen sich einen „Mehrgenerationen Fitnessparcour“. Den könnte man dort errichten?

Eine Stunde bin ich durch Leo geradelt und habe nach weiteren Standorten für Kunst und Kultur gesucht. Bin ich fündig geworden? Geht doch mal zum Einkaufszentrum und seht die Pflanzfläche in der Mitte an. Dort könnte man eine Skulptur oder gar eine Nisthilfe für Wildbienen (die in einem Projekt mit Kindern entstehen könnte) aufstellen? Oder weiter hinten am Platz des Narrenbrunnens? Beide Orte sind von wachsamen Nachbarn umgeben. Was ist mit der Fläche am ehemaligen Bahnhof Leopoldshafen? Oder beim evangelischen Gemeindehaus? Dort gibt es eine umzäunte Rasenfläche. Die evangelische Kirche ist Kunst erprobt, gibt es doch den bemalten Stromkasten und die ebenfalls in einem Konfirmandenprojekt künstlerisch gestalteten Stühle bei der Kirche. Die katholische Kirche muss nicht zurück stehen, denn dort gibt es auch Möglichkeiten. Und in dezenter Form könnte man dann auch den Friedhof nutzen? Das sind nur einige Beispiele. Wir können nach Sinn suchen oder wir geben den Sinn! Nein sagen wäre zu einfach. Lösungen sind gefragt. Wer macht mit? Vielleicht findet sich ja auch ein privater Vorgarten?

Ein spannendes Thema. Beeindruckend war auch, dass der Gemeinderat die Unterschriftenaktion, bzw. den Bürgerwillen ernst nimmt und diese Diskussion angeregt hat. Es wird dann neu beraten und es wird einen Beschluss geben.  Machen wir was daraus?

Ralf Schreck – lösungsorientiert und offen für vieles