Winterspaziergang im Schnee

Aufgrund unserer geografischen Lage sind Schnee reiche Winter bei uns eher die Ausnahme. Sobald sich die weiße Pracht dann einmal einstellt heißt es hinaus ins Freie und die verzuckerten Landschaften erkunden, bevor am Mittag alles wieder weggeschmolzen ist. Die in der Präsentation gezeigten Bilder sind deshalb auch eine Sammlung aus den Jahren 2006 bis 2021.

Viele Winter sind bei uns einfach nur grau. Doch gibt es auch klare Tage mit eindrucksvollen Licht und Farbenspielen.

Dezember 1992

Sobald sich Eis bildet oder Schnee fällt, bekommt die Landschaft ihren eigenen Reiz. Hier blicken wir auf einen Altrheinarm bei Eggenstein.

In der nachfolgenden Präsentation sind wir zuerst in Eggenstein, danach in Leopoldshafen. Viele Ansichten haben Wiedererkennungswert und können draußen leicht wieder gefunden werden.

Besinnlicher Spaziergang im Schnee

Na, habt ihrs erkannt? Rheinwald bei Eggenstein, Belle Brücke, Fuchsloch, Belle, Kleiner Bodensee, Kirschendamm und Umfeld, Metzgerwörth Anlage, Eiszaubereien bei den Kleingärten. Gewann Wörth unterhalb Penny in Leopoldshafen, Rheinniederungskanal beim Klärwerk, Hammenweg, Allee unterhalb des Friedhofes, Blick auf Friedhof, Denkmal des ehemaligen Bahnhofs und zurück zur Belle Brücke.

Eigentlich nichts neues, denn es sind immer dieselben Spaziergänge, aber eben jedes Mal anders. Und hierfür benötige ich auch keine Kategorisierung zwischen „Bevölkerungsdichte“, „Digitalisierung“ und „Natur“, um den besten „Auszeit-Ort“ zu finden.

Ralf Schreck – Heimatkundler

Schönes Eggenstein-Leopoldshafen

Wohlfühlen in Vielfalt

Wer meint unsere Doppelgemeinde zu kennen, der schaut sich mal die folgenden Bilder an. Schönheit und Vielfalt an allen Ecken. Schönes, beschauliches aber auch nachdenkliches ist zu entdecken. Fast wie im richtigen Leben. Es sind kurze Ausschnitte der vergangenen beiden Monate. Und es lässt sich ständig neues entdecken.

Ralf Schreck – Entdecker

Ginster und Warzenbeißer

Ginster und Warzenbeißer – Die Trockenwiese beim Sportplatzweg am Hardtwald

Es ist ein unscheinbares Kleinod. Auf den ersten Blick sieht die Wiese ziemlich „mau“ aus. Wer sich die Mühe macht und im Jahresverlauf regelmäßig vorbei kommt, kann allerlei Pflanzen und Tiere entdecken. Ausgerüstet mit Campingstuhl, Kamera und Stativ, begeht man einen der Trampelpfade und setzt sich an eine Stelle, an der es blühende Pflanzen gibt. Zurzeit sind es die Nachtkerzen, die hervor ragen. Das wache Auge entdeckt bald weitere Pflanzen. Johanniskraut und Greiskraut sind im Juli ebenfalls zu sehen. Viele Gräser und die auffälligen Samenstände des Hasenklees, die wie kleine Bürsten aussehen.

Die Hochblüte der Trockenwiese liegt im Frühling. Aber auch dann muss man sich bücken, um die kleinen Schönheiten zu entdecken. Ackerstiefmütterchen, Reiherschnabel, Glockenblume, Wolfsmilch, Ackervergissmeinnicht, Habichtskraut, Ackerwinde und sehr viele Gräser, um nur die auffälligsten zu nennen. In dieser Zeit leuchtet die Wiese in einem rötlich braunen Ton. Das sind die Blüten des Kleinen Sauerampfers. Eine unerwartete Vielfalt an Pflanzen, die jedoch ein Kennzeichen eines jeden Trockenstandortes ist. Je magerer der Untergrund, desto größer ist die Artenvielfalt an Pflanzen und den davon profitierenden Tieren. Zahlreiche Insekten, wie Wildbienen, Schmetterlinge, Fliegen, Käfer und Heuschrecken lassen sich beobachten. Mit Geduld und Glück kann man auch den Warzenbeißer entdecken. Er trägt einen für Heuschrecken eher seltsamen Namen. Auf Grund seiner ätzenden Verdauungssäfte ließ man früher das Tier in Warzen beißen und erhoffte sich dadurch eine heilende Wirkung.

Ein Highlight gibt es im April, wenn Cytisus am Waldrand erscheint. Unser gelb blühender Besenginster bringt dann den Waldrand zum Leuchten. Zahlreiche Hummeln laben sich dann am Nektar und Blütenstaub. Vielfalt am Waldrand, Vielfalt in der Trockenwiese. Jetzt wurde ein Bereich der Wiese umgebrochen und neu eingesät. Aus ökologischer Sicht ist das nicht nachvollziehbar. Ein funktionierendes Biotop wird zerstört und mit einer landwirtschaftlichen Pflanzenmischung neu eingesät? Dem Warzenbeißer wird das nicht gefallen, denn er benötigt ungestörte Biotope. Auch die zahlreichen Hundehaufen gehören nicht dorthin, denn jeder Nährstoffeintrag beeinflusst die Artenvielfalt negativ.

Es lohnt sich auch einen Abstecher zur Grillhütte zu machen (vom Sportplatz aus, die Linkenheimer Allee Richtung Gartencenter gehen), denn dort kann man die Vinca besuchen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ralf Schreck – Schrecken Freund