Morgenspaziergang

… das gestern vor Augen, das morgen scheuend …

Manche Bilder ruhen solange, bis sie durch einen Gedanken wieder zum Leben erweckt werden. Deshalb gibt es heute einen Morgenspaziergang zur Obstanlage im Metzgerwörth in Eggenstein. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 2011, 2014, 2015 und 2016. Auch wenn das Video zusammen geschnitten ist, so ist die enthaltene Romantik dort unten absolut zeitlos. Dasselbe gilt für die Gedichte von Olaf Lorch, welche im Band „Gedankengedichte“ aus dem Jahr 1984 enthalten sind. Auch wenn manches, was er schreibt, nicht „schön“ ist, so hat vieles an Aktualität nichts verloren.

Der Frühaufsteher wird in der Phase des Sonnenaufgangs mit wunderschönen Eindrücken belohnt. Klar, es kostet schon eine gewisse Überwindung am Wochenende früh aufzustehen. Aber einmal draußen, stelle ich mir jedes Mal die Frage, weshalb ich nicht schon letztes Wochenende hier war.

Dabei muss man gar nicht weit laufen. Es reicht sich mit einem Outdoor Stühlchen an einen Rand mit Aussicht zu setzen und dann einfach nur „Fern sehen“. Der Morgennebel mit dem diffusen Licht verwandelt und verzaubert die Landschaft. Jeden Moment sieht es anders aus. Die Bäume recken die Arme nach oben, strecken sich, machen sich lang und begrüßen den Morgen. Das Kronendach entlässt die ersten Strahlen. Vögel sind längst schon beim Morgenkonzert. Ein solches Erlebnis „macht etwas“ mit mir. Dies zu beschreiben ist schwer, man muss es selbst einmal erfahren.

Ein ganz besonderer Morgenspaziergang im Tiefgestade von Eggenstein.

… das gestern vor Augen, das morgen scheuend … Die Unbeschwertheit ist nicht mehr so grenzenlos wie vor Corona. Was wird morgen oder übermorgen sein? Was kommt denn noch alles auf uns zu? Gab es da nicht noch den Klimawandel und ein Artensterben?

Die leben da. Viele Blumen, Gänseblümchen, Wiesen Primel, Ziest und viele andere Pflanzen. Auch ein Imker hat dort seine Bienenstöcke aufgestellt. In der Dämmerung streichen Rehe umher.

So kennen wir diese Obstanlage. Die Metzgerwörthhütte sehen wir beim Vorbeifahren. Ebenso die große Kastanie, die in der Vollblüte am schönsten ist. Wenn man diese Streuobstwiese erkunden möchte, sollte man auf den Wegen bleiben. Alleine schon wegen der Zecken.

Ja, es gibt viel zu entdecken bei uns. Es bedarf meist nur etwas Phantasie und ein frühes Aufstehen.

Ralf Schreck – der_mit_der_Natur_spricht

Ein Gedanke zu “Morgenspaziergang

  1. Die schönen Bilder finde ich immer ganz besonders. Dazu Gedicht und Ton, ich freue mich
    immer sehr über ihre Beiträge. Herzlichen Dank I. Class

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