Katastrophenalarm in Leopoldshafen

Ein bemerkenswerter Tag in Leopoldshafen

Der 22. Juli 2017 war ein denkwürdiger Tag in Schröck. Eigentlich fing alles ganz harmlos an aber es drohte in einem Fiasko zu enden. Doch der Reihe nach.

Schnell noch mit dem Smartphone die Freundin informiert, dann krachte es schon und der Wagen lag auf der Seite. Das andere Fahrzeug fing sofort Feuer und beißender Rauch füllte die Straße. Eigentlich heißt es rechts vor links aber mit Ablenkung sind solche Unfälle vorprogrammiert. Selbst die Arbeiter, die mit Dacharbeiten im benachbarten Kindergarten in der Hardtstraße beschäftigt waren, hörten den lauten Knall.

Der Schwelbrand im Bolzhof blieb zunächst unentdeckt.

Wenige Minuten später traf die Feuerwehr ein, sondierte die Lage und begann mit den Rettungs-und Bergungsarbeiten. Während der Brand gelöscht wurde nahm man Kontakt mit der verunfallten Person auf. Sie war eingeklemmt, konnte sich aus eigener Kraft nicht befreien und musste regelrecht freigeschnitten werden. Beeindruckend war, dass sie während der kompletten Bergungsaktion durch einen Retter betreut und ständig angesprochen wurde. Der auf der Seite liegende Wagen wurde fixiert, dann begann das Aufschneiden. Innerhalb weniger Minuten war die Person befreit und kam in die Obhut der Sanitäter.

Das im Bolzhof eingelagerte Heu war zu feucht und entzündete sich von selbst. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die komplette Lagerhalle in Brand gerät. Die Dacharbeiter im Kindergarten begannen mit ihrer Mittagspause, ohne dabei ihr heißes Schweißgerät zu sichern. Die Dachhaut fing Feuer, fraß sich durchs Gebälk und füllte den darunterliegenden Raum mit Qualm. Eine Reinigungskraft drohte eingeschlossen zu werden. Doch der Rauchmelder schlug Alarm.

Dem Bolzhof drohte die Katastrophe, das Feuer fraß sich unaufhaltsam weiter.

Schnell war die Feuerwehr im Kindergarten, sondierte die neue Lage und begann sofort mit der Rettung. Das Feuer war rasch gelöscht und die Putzfrau mithilfe einer Rettungsmaske ins Freie gebracht. Vom Dach des Kindergartens konnte man bereits die aufsteigenden Rauchschwaden beim Bolzhof sehen. Jetzt wurden alle Kräfte mobilisiert und man eilte zum landwirtschaftlichen Betrieb. Die Halle stand bereits im Vollbrand.

Nach kurzer Lageerkundung begann der Löschangriff. Die Halle brannte nieder, das Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus und auf den Lagerschuppen mit den Maschinen wurde erfolgreich verhindert. Alle Katastrophen wurden dank unserer schlagkräftigen Freiwilligen Feuerwehr abgewendet.

Natürlich waren es Übungen. Unser Gesamtwehr hat an diesem Tag auf hohem Niveau agiert und bewiesen, sich auf veränderliche Situationen einzustellen. Sowohl die erfahrenen Kameraden, als auch die jugendlichen Feuerwehr Mädchen und Jungs haben ihr Können bestens gezeigt. Das haben sämtliche Zuschauer, die heute ausdrücklich erwünscht waren, eindrucksvoll erlebt. Nachhaltig bleibt auch der Löscheinsatz der aller jüngsten Feuerwehrleute. Mit Bravour wurde auch der letzte Brand gelöscht.

Dank an unsere schlagkräftige Freiwillige Feuerwehr Eggenstein-Leopoldshafen, an DRK und Notfallhilfe. Der hohe Stellenwert unserer Feuerwehr wurde im Anschluss durch die anerkennenden Worte unseres Bürgermeisters hervorgehoben.

Fotos von Lukas, Doris und Ralf Schreck

Die komplette Bildauswahl mit weiteren Action und Portraitaufnahmen haben wir – wie immer – der Feuerwehr zur Verfügung gestellt.

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